Jahrestag
22. April 1946 – Gründung der SED
Die sowjetische Besatzungsmacht sorgte dafür, dass die KPD in ihrer Besatzungszone an die Schaltstellen kam. Garant war der frühere kommunistische Reichstagsabgeordnete Walter Ulbricht, der seit 1938 in Moskau gelebt hatte und nun nach Berlin eingeflogen wurde. Ulbricht gab die Anweisung: „Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben.“ Die KPD betrieb den Zusammenschluss mit der SPD, um damit ihren vermeintlich schärfsten Konkurrenten auszuschalten. Gegen den Widerstand von Kurt Schumacher, führender Politiker der West-SPD, entschloss sich die Ost-SPD um Otto Grotewohl auf dem Vereinigungsparteitag am 21. und 22. April 1946, für die Vereinigung von KPD und SPD zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands SED zu stimmen.
Länge: 00:01:30 | O-Ton: nein | Farbe: s/w | Jahr: 1946
Stadt/Ort: Berlin
Land: Deutschland
Personen: Grotewohl, Otto, Pieck, Wilhelm, Schumacher, Kurt, Ulbricht, Walter
Historische Ereignisse: Arbeiterbewegung, KPD, SED, SPD
